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Kirschen

Artikel vom 03.07.2020 von Gartenfreunde Großerlach und Umgebung e.V.

Kirschen
Noch gibt es sehr viele Kirschbäume, die in der Regel deutlich mehr tragen als der Eigentümer benötigt. Früher wurden diese sehr großen Kirschbäume gepflanzt um den Eigenbedarf zum Einmachen, und Schnapsbrennen abzudecken. Heute wird dieser Ertragt in der Regel nicht mehr benötigt, d.h. kleinere Bäume decken den Bedarf eines heutigen Haushaltes bei weitem ab.

Empfehlenswert ist auch, zum Ernten eine Rebschere oder Säge mit zu nehmen, und den Baum gleich für die Zukunft etwas zurecht zu schneiden. An einem abgesägten Ast, lassen sich die Kirschen ebenerdig und sicherer pflücken.
 
Es macht Sinn, die alten großen Bäume zu reduzieren, bzw. ganz zu entfernen um einen jungen handlichen Baum heranzuziehen. 

Aber nun zu den Kirschen und ihren Schädlingen. (Info von unserem Landesfachberater)
Die Kirschen haben verschiedene Belastungen zu überstehen:

  • am Anfang Spätfröste und schlechtes Wetter während der Blüte – hoffentlich hat es auch Befruchtersorten in der Nähe
  • mit der Umfärbung zu gelb/rot kommt zuerst die Europäische Fruchtfliege und etwas zeitversetzt die Amerikanische Fruchtfliege – sie legen jeweils nur ein Ei auf die Außenwand, versehen die Kirsche mit einer hormonellen Information (besetzt), die Made schlüpft, dringt ein und macht einen sauberen Fraß, kommt wenn sie fertig ist wieder raus, seilt sich ab zur Erde, dringt in die Erde ein, verpuppt sich, schlüpft als Fliege nächstes Frühjahr usw.  – also 1. Generation im Jahr – intelligente Lösung: frühe Sorten verwenden oder ab Umfärbung alles einnetzen. Möglich wäre auch eine großzügige Bodenabdeckung mit dem Netz, so dass schlüpfende Tiere nicht abheben können. – Müsste aber dann die ganze Nachbarschaft machen. Gelbtafeln sind nur dazu da, um festzustellen (Monitoring), ob die Kirschfruchtfliege jetzt fliegt, um dann eine entsprechende Maßnahme auszuführen. Auf Gelbtafeln fliegt alles, d.h. auch alle Nützlinge, ….! (Geldmacherei).
  • Die frühen Kirschen werden gerne von den Staren besucht: intelligente Lösung: einen Starenkasten: ein Starenpärchen verteidigt ihren Baum gegenüber anderen Eindringlingen
  • Weitere Vögel z.B. Elstern, naschen/picken an reifen Kirschen
  • Zuviel Regen während der Reifezeit gibt irgendwann Platzer – ein luftiger Standort ergibt die Chance der Trocknung in den Regenpausen
  • Aus Platzern entwickelt sich schnell die Fruchtfäule im Baum. Der Erreger ist einfach da, eil irgendwelche Kirschen vom letzten Jahr in Mumienform noch im Baum hängen – gerade bei Massenträgern, wie die meisten Herzkirschen kippt irgenwann nach Dauerregen die ganze Geschichte und man hat keine Lust mehr
  • Und dann ist da noch die Kirschessigfliege: Sie bemächtigt sich der Früchte kurz vor der Vollreife, d.h. wenn Du übermorgen beste Früchte ernten und naschen willst, dann kommen sie heute und morgen; sie kommen in Scharen und penetrieren die Kirschen mehrfach bis vielfach, die Maden fressen wie die Wüstlinge, dass alles schnell tropfig und matschig wird, natürlich auch ideal für die Fruchtfäulepilze: im Jahr zwischen 5 und 9 Generationen, je nach Wetterlage. Die letzten Wochen in diesem Jahr waren etwas kalt und dann der Regen, aber jetzt nach dem Regen geht es richtig rund. Was sie nicht mögen, ist trockene Hitze über 30 ° C. Intelligente Lösung: Ernten was das Zeug hält, je eher desto besser – immer einen Schritt schneller sein. Auch hier sind frühe Sorten von Vorteil: das gilt für jegliches Weichobst. Da die Kirschessigfliege mit einer kleinen Säge am Hinterteil ausgerüstet ist, kann sie alles Weichobst anbohren und Eier legen.
  • Wenn allgemein das Obst noch nicht soweit ist, kann man selbstgebastelte Fallen aufhängen: z.B. 0,5 Liter Plastikflaschen, im oberen Bereich mehrere 3mm großen Löcher anbringen, etwa ein Drittel befüllt mit einem Mix aus 1:1 Apfelessig und Wasser und einem Schuß Rotwein – alle ein bis zwei Wochen erneuern, wegen dem „Leichengeruch“. Sobald die Kirschen reif werden, bringt es angeblich keinen Nutzen mehr.

Ergänzung:
Um den Schädlingen etwas aus dem Wege zu gehen, wird empfohlen frühe Sorten anzupflanzen.  Bei Kirschen spricht man von Kirschenwochen 1 bis 8. Gegen die Kirschfruchtfliege hilft nur eine sehr frühe Sorte z.B. Burlat (2.KiWo).

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