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Gemeinde Großerlach - Mit staatlich anerkanntem Erholungsort Grab

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Bericht vom 13. Großerlacher Bürgertreff

Bürgermeister Christoph Jäger durfte auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Gäste zum Großerlacher Bürgertreff begrüßen. Ein besonderer Gruß ging dabei an die von außerhalb angereisten Ehrengäste, darunter der Landtagsabgeordnete Gernot Gruber, Landrat Dr. Richard Sigel, die Bürgermeister Armin Mößner (Murrhardt), Bernhard Bühler (Oppenweiler) und Uwe Bossert (Spiegelberg), die Kreisräte Edgar Schäf, Edelgard Löffler und Bernd Messinger, sowie Eugen Holzwarth vom Sportkreis und Vertreter/innen des Polizeipostens, der örtlichen Banken, Vereine und Einrichtungen.

Im vergangenen Jahr konnte der lange ersehnten Hochbehälter Hohenbrach und die ertüchtigten, zugehörigen Schöntal- und Hohenbrachquellen nebst Zuleitungen und Pumpwerken mit einem Gesamtinvest von über 2 Millionen Euro in Betrieb genommen werden. Im Abwasserbereich wurden kürzlich die Sanierungsmaßnahmen im Graber Kanalnetz abgeschlossen (300.000 Euro, davon 200.000 Euro Landeszuschuss). Als nächstes Packet steht nun die Kanalsanierung Großerlach (260.000 Euro) an.
Die Witterungskapriolen der letzten Jahre haben wesentlich zur Beschleunigung der Straßenschäden beigetragen, weshalb der Ansatz für die Straßensanierungen erneut massiv auf nunmehr 120.000 € erhöht wurde. Die Mittel müssen zunächst reserviert werden aufgrund der angekündigten Straßenbauarbeiten an der B 14 für die damit voraussichtlich verbundenen kommunalen Zuleistungen z.B. bezüglich der lange schon gewünschten Linksabbiegespur und der damit verbundenen Folgearbeiten im Bereich der Parkplätze an der Gemeindehalle. Man plane aber bereits zweigleisig, damit im Falle eines Aufschubs der B14-Arbeiten die kommunalen Mittel anderweitig Verwendung finden können.

In seiner Ansprache ging Rathauschef Christoph Jäger auf einige Themen und Maßnahmen der Gemeinde ein. Unübersehbar seien die derzeitigen Auffüllarbeiten auf dem ehemaligen Hartplatzgelände. Hier soll nicht nur ein neuer Trainingsplatz entstehen, sondern eine in das Pausenhofgelände integrierte Gesamtanlage inklusive sogenanntem „Grünen Klassenzimmer“ für die Großerlacher Grundschule.
Im Kindergarten Grab steht für dieses Jahr zudem die Schaffung eines Wickelraumes an und auch in den kommenden Jahren werden weitere Investitionen im Bildungsbereich folgen. Aber vor allem die laufenden Ausgaben im Kinderbetreuungsbereich stellen eine große Herausforderung dar, diese summieren sich auf rund 900.000 Euro. Nach Abzug von Elternbeiträgen und Landesförderung verbleibt ein aus allgemeinen kommunalen Mitteln zu finanzierender Abmangel von rund 600.000 Euro. Sollte sich die derzeit diskutierte Forderung einer Beitragsfreiheit durchsetzen, würden der Gemeinde jedes Jahr weitere 80.000 Euro fehlen. Mangels anderer Einsparpotentiale würde darunter letztlich die Qualität unserer Bildungseinrichtungen leiden, was nicht hinnehmbar wäre. Jäger wörtlich: „Denn wir dürfen mit Recht stolz auf die Arbeit sein, die unserer Erziehungs- und Betreuungskräfte dort leisten“.

Ein weiteres Dauerthema sei der dringend erforderliche Breitbandausbau. Ziel muss am Ende eine 100%ige Versorgung mit Breitbandinternet sein - und wird auf Dauer nur mit Glasfaser bis in jedes Gebäude (FTTH) möglich sein. Hieran wird gemeinsam mit unseren Partnergemeinden und auch gemeinsam mit unserem Landkreis und der Region Stuttgart seit Monaten unter Hochdruck gearbeitet. Das sogenannte „Projekt Stern“ der Region habe der Gemeinde Großerlach, die mit ihren Partnergemeinden eigentlich schon einen Schritt weiter war, zwar eine Verzögerung beschert, diese werde sich aber aller Voraussicht nach lohnen. Denn damit wurde es möglich, auf den FTTH-Ausbau als Ziel der Vereinbarung mit der DTAG hochzurüsten mit einer erhöhten Förderung von bis zu 90 %, kombiniert aus Bundes- und Landesmitteln. Die Hoffnung besteht, dass es Ende 2019/Anfang 2020 endlich losgeht mit dem Ausbau.
Umfangreich wurde auch im Feuerwehrbereich investiert. Aktuell läuft die Auswertung des Ausschreibungsergebnisses für die Neubeschaffung eines Gerätewagen Logistik. Rechnet man die 2016 und 2018 beschafften Fahrzeuge hinzu, wurden in 4 Jahren rund 420.000 Euro alleine in den Fuhrpark investiert, was nur durch Landesförderungen von rund 200.000 Euro möglich war. Darüber hinaus wurden bereits rd. 50.000 Euro in die Gebäudesanierung gesteckt und für 2019 sind weitere 200.000 Euro vorgesehen.
Im Bestattungswesen ist in diesem Jahr geplant in Grab eine barrierefreie Toilette zu installieren und neue Bestattungsformen mit Stelen und Baumgräbern zu errichten. In den Folgejahren soll dies dann auch in Neufürstenhütte und Liemersbach eingeführt werden.

Ein großes Problem stellt die örtliche Nahversorgung dar. So wird die Bäckerei Kern im Juni die Großerlacher Filiale schließen. Die seitherigen Bemühungen des Ladeneigentümers und der Gemeinde nach einer Nachfolgelösung sind bislang erfolglos. Jäger machte aber deutlich: „Die Bürgerschaft entscheidet durch ihr Einkaufsverhalten, ob es noch einen Dorfladen gibt oder nicht“.
Etwas Hoffnung gibt es bei der medizinischen Versorgung. Hier konnte die Ärztin aus Rumänien nun endlich die Voraussetzungen erfüllen, um die Approbation einzureichen.
Zum Ende der Ansprache richtete sich Christoph Jäger an die Ehrengäste aus Kreis- und Landesebene, mit der Bitte, dies auch auf Bundes- und Europaebene weiter zu transportieren:
„Schenken Sie uns auf kommunaler Ebene endlich wieder mehr Vertrauen – gewähren Sie uns endlich wieder mehr finanzielle Spielräume – aber auch Entscheidungsspielräume – und lassen Sie uns einfach mal machen. Wir brauchen keine ständig neuen Spielwiesen, die uns – wenn gewiss auch wohlmeinend – von oben runterdiktiert und mit Almosen verzuckert werden.
Wir brauchen eigene Entscheidungs- und Handlungsspielräume – und dann lösen wir viele Probleme schneller und effizienter, als das heute der Fall ist. Denn wir Kommunen können das, weil wir vor Ort sind, weil wir nah am Menschen sind – und, Überraschung, weil wir es ernst und gut meinen!“

Bei den anschließenden Ehrungen wurde die aktive Kapelle des Musikvereins „Frischauf“ Grab, mit der Ehrennadel in Bronze als Anerkennung für das Abschneiden beim Wertungsspiel „Konzertmusik“ mit sehr gutem Erfolg ausgezeichnet. Dass dies zu Recht erfolgte, davon konnten sich die Gäste bei der gekonnten musikalischen Umrahmung selbst überzeugen.
Die Geschwister Alexandra und Julian Fritzsch aus Großerlach-Hals bekamen jeweils die goldene Ehrennadel für ihre erzielten Preise beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ auf Bundes- und Landesebene. Beide stellten ihr Können bei kurzen musikalischen Zwischenspielen auf Gitarre und Geige unter Beweis.

Im Bereich Sport erhielt Toni Josua die Ehrennadel in Silber für seinen 3. Platz im Kugelstoßen bei den Baden-Württembergischen Senioren-Hallenmeisterschaften. Die Ehrennadel in Gold verlieh Bürgermeister Jäger an Irma und Helmut Schmidt, Besitzer des Windhunds „Ahlabub“, der den Titel Deutscher Meister im Windhundcoursing gewann.

Für langjähriges Engagement im Ehrenamt wurde Markus Wizemann mit der Ehrennadel in Silber geehrt, er ist seit 25 Jahren im Vorstand des Musikvereins tätig, davon 15 Jahre als stellvertretender Vorsitzender.
Ausgezeichnet wurde ebenfalls Andreas Winkler für beachtliche 40 Jahre aktiver Feuerwehrdienst und darüber hinaus 25 Jahre lang als stellvertretender ehrenamtlicher Kommandant in verantwortlicher Position. Sogar rekordverdächtige 50 Jahre lang war Martin Rokos aktiver Feuerwehrmann, dabei langjähriger Gruppen- und Zugführer sowie Ausschussmitglied. Beide Feuerwehrmänner wurden verdientermaßen mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.
Mit Michael Olberts wurde auch ein Blutspender geehrt. Er erhielt für 25maliges unentgeltliches Blutspenden die goldene Ehrennadel mit goldenem Lorbeerkranz des DRK.

v.l.: BM Christoph Jger, Irma Schmidt, Helmut Schmidt, Toni Josua
v.l.: BM Christoph Jger, Irma Schmidt, Helmut Schmidt, Toni Josua
v.l.: Markus Wizemann, Martin Rokos, Alexandra Fritzsch, Michael Olberts, Julian Fritzsch, Sonja Lenz, Susanne Scherhaufer, BM Christoph Jger
v.l.: Markus Wizemann, Martin Rokos, Alexandra Fritzsch, Michael Olberts, Julian Fritzsch, Sonja Lenz, Susanne Scherhaufer, BM Christoph Jger

Bürgermeister Jäger bedankte sich bei allen Beteiligten und Helfern des diesjährigen Bürgertreffs. Zum Schluss richtete er mit Blick auf die im Mai anstehenden Wahlen noch einen Appell an die Gäste: Nur gemeinsam sind wir den Herausforderungen der Zukunft gewachsen. Wir brauchen nicht noch mehr Spaltpilze, die das Fundament unserer Solidargemeinschaft untergraben, sondern wieder mehr Einigkeit, Solidarität und Einsatz fürs Gemeinwohl“. Jäger verdeutlichte: „Wir brauchen Europa.“ Denn: „Bei aller Verärgerung über zu viel EU-Bürokratie dürfen wir nicht vergessen, dass Europa vor allem Wohlstand, Freiheit und Frieden bedeutet.“ Er rief dazu auf, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Nach dem musikalischen Abschluss des Musikvereins lud die Gemeinde zu einem zwanglosen Stehempfang ein. Die Landfrauen aus Großerlach hatten mit Unterstützung aus Grab unzählige äußerst leckere Schnittchen vorbereitet, so dass keiner der zahlreichen Gäste die Schwalbenflughalle hungrig verlassen musste.

Bilder: Jörg Fiedler u. Gemeinde

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