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Gemeinde Großerlach - Mit staatlich anerkanntem Erholungsort Grab

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Volkstrauertag 2020

Liebe Mitbürger*innen,
wie Sie unserer Bekanntmachung entnehmen konnten, waren wir aufgrund des allzu dynamischen Pandemiegeschehens gezwungen, nun auch die in kleinem Rahmen angedachten Gedenkfeiern zum Volkstrauertag abzusagen. Aber es war uns dennoch ein wichtiges Anliegen, an den Gedenkstätten unserer Gefallenen Kränze niederzulegen und ihnen und all den unschuldigen Opfern von Krieg, Verfolgung und Terror, mit dieser Geste zu gedenken. Wir können ihr Schicksal dadurch nicht mehr ändern, wir können die Vergangenheit nicht beeinflussen. Aber wir schulden ihnen das Aufrechterhalten der Erinnerung und den Versuch, es besser zu machen. Denn wir können beeinflussen, was heute geschieht.

Die Besinnung auf das unsägliche Ausmaß an Leid, Tod und Verwüstung in den beiden Weltkriegen, macht uns bewusst, wohin der Weg der Spaltung führen kann, verdeutlicht uns, wohin es führen kann, wenn der Mensch in Kategorien denkt wie „wir“ und „die anderen“. Man hat damals andere Völker, andere Nationen zu Feindbildern erhoben - und wir meinen, unsere Lehren daraus gezogen zu haben. Doch haben wir das wirklich? Wo stehen wir heute? Wie verhalten wir uns beispielsweise gerade aktuell angesichts dieser ungeahnten Herausforderung, die uns die Corona Pandemie aufzwingt? Rücken wir näher zusammen, entdecken wir ein erstarktes Gefühl der Solidarität und Mitverantwortung füreinander? Nutzen wir dieses Virus, diese Krankheit als Chance, darin einen gemeinsamen Feind des Menschen zu erkennen und daraus eine engere Bindung untereinander aufzubauen? Oder lassen wir uns nicht zu leicht erneut dazu verleiten, in Feindbildern zu denken? Schon ist sie wieder da, die Kategorisierung in „wir“ und „die anderen“, und auf beiden Seiten wird der Diskurs nicht kultiviert und zivilisiert, sondern zunehmend feindselig ausgetragen, bisweilen gegen alle Regeln des Anstandes verstoßend, voller Aggression, voller Hass.

Spaltung, Abgrenzung, Intoleranz und das Denken in Feindbildern vergiften den Menschen und provozieren Gewalt und Leid. Das lehrten uns die beiden Weltkriege und die unzähligen Kriege überall auf der Welt in der sogenannten Nachkriegszeit, bis hin zur Gegenwart. Vielleicht sollten wir darüber, wie wir angesichts dieser Erkenntnis miteinander umgehen, gerade in dieser schweren Zeit einmal nachdenken.

Christoph Jäger, Gemeinde Großerlach

Georg Holub, Ortschaft Grab

Ute von Brandenstein, Ev. Kirchengemeinde Großerlach/Grab

Cristiene Irmscher, VdK Ortsverein Großerlach

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